Die Sportart

Seit den Anfängen vor über 40 Jahren hat sich Leichtathletik mit Hund – ebenso offizielle wie sperrige Bezeichnung „Turnierhundsport“ – zu einer festen Größe im Angebot vieler Hundesportvereine entwickelt.

Die Geländeläufer starten bei der VDH DM THS über 2.000 und 5.000 Meter
Die Geländeläufer starten bei der VDH DM THS über 2.000 und 5.000 Meter

Ein Grund für den Erfolg: Dieser Sport ist grundsätzlich für Menschen jeden Alters und für Hunde aller Rassen möglich. Sportliche Fairness wird durch verschiedene Altersklassen für Zweibeiner und Auswertungen getrennt nach weiblich und männlich gewährleistet. Die bekanntesten und beliebtesten Wettkampfformen sind Geländelauf, Vierkampf und CSC. Die Aktiven messen sich auf Vereins- und Kreisturnieren, Landes-, Verbands- und Deutschen Meisterschaften.

Geländelauf

Angeboten werden Wettkämpfe über 2.000 und 5.000 Meter, entscheidend für die Platzierung ist allein die Laufzeit. Die Laufstrecke wird mit angeleinten Hund bewältigt. Auch hier sind – wie in den anderen Disziplinen – Gehorsam und sozialverträgliches Verhalten des Hundes Grundlage für Spaß und Erfolg. Da fast jeder gesunde Hund, egal ob Rassehund oder Mischling, groß oder klein, von sich aus die Voraussetzungen zum Lauftraining mitbringt, ist der Einstieg in diese Disziplin verhältnismäßig einfach.

Vierkampf

Der Hürdenlauf ist Teil des Vierkampfes und erfordert perfekte Harmonie. Ansonsten drohen Strafpunkte.
Der Hürdenlauf ist Teil des Vierkampfes und erfordert perfekte Harmonie. Ansonsten drohen Strafpunkte.

Der Vierkampf besteht – wie der Name schon vermuten lässt – aus vier Teilen und ist aufgrund der verschiedenen Anforderungen sicherlich die Königsdisziplin. Dazu gehören eine Gehorsamsübung, der Slalom-, Hürden- und Hindernislauf. Im Gehorsam müssen je nach Wettkampfklasse Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz-, Steh- und Platzübung gezeigt werden. Bewertet wird nach einem Punkteschema, bis zu 60 sind möglich.

Sportlich geht es dann in den Laufübungen zu. Im Slalomparcours bewältigen Hund und Mensch n Ennepetal auf einer Strecke von 75 Metern insgesamt sieben Tore im Zick-Zack-Kurs. Der Hürdenlauf verlangt Schnelligkeit und Koordination, denn hier muss das Team auf sechs Beinen nicht nur sechs Hürden von 40 cm Höhe überspringen, nein, beim Sprung darf der Hund weder deutlich hinter noch vor dem Zweibeiner sein. Die Laufstrecke beträgt 80 Meter, Wendestange inklusive.

Im Hindernislauf warten auf den Vierbeiner zwei Hürden, die so genannte A-Wand, ein Tunnel, Steg und Reifen sowie eine Tonne und ein Hoch-Weitsprung. Während der Hund diese Hindernisse nehmen muss, spurtet der Zweibeiner 75 Meter parallel neben der Bahn.

Insgesamt sind in einem Vierkampf 380 Meter zu bewältigen (Slalom und Hindernisbahn werden zweimal gelaufen, der Hürdenlauf einmal). Die Laufzeiten werden gestoppt und gehen ebenso in die Gesamtpunktzahl ein wie das Resultat des Gehorsamsteils und die Fehler für das Auslassen von Slalomtoren, Hindernissen oder das Reißen von Stangen.

CSC

Wenn die CSC Mannschaften im KO-System um die Titel laufen, ist die Stimmung erfahrungsgemäß auf dem Höhepunkt.
Wenn die CSC Mannschaften im KO-System um die Titel laufen, ist die Stimmung erfahrungsgemäß auf dem Höhepunkt.

Der CSC (Combinations Speed Cup) setzt sich aus den – allerdings verkürzten und neu kombinierten – Laufdisziplinen des Vierkampfes zusammen. Mit dem Frankfurter Kreisel und der Mühlacker Harfe werden außerdem zwei zusätzliche Geräte in den Parcours eingebaut.

Der CSC ist ein spektakulärer Mannschaftswettbewerb, besteht aus drei verschiedenen Sektionen und wird von drei Teams als Staffellauf absolviert. Jeder Zweibeiner bewältigt mit seinem Hund eine Sektion.

Die Zusammenstellung der Mannschaften kann unabhängig von Geschlecht und Alter erfolgen. Im Gegensatz zu Vierkampf und zu Geländelauf gibt es keine Altersklassen, es wird lediglich zwischen Jugend- und Erwachsenenteams unterschieden. Auch hier wird die Laufzeit gestoppt, als Fehler gelten das Auslassen von Slalomtoren, Hindernissen oder das Reißen von Stangen.